Zauberinnen in Deutschland – selten?

Zauberer sind ja bekanntlich an sich schon eine seltene Gattung. In Deutschland kommen bei etwa 4000 Zauberern insgesamt auf jeden von ihnen 20.000 Einwohner. Wenn man sich auf Zaubertreffen so umschaut sieht man selten mal ein weibliches Gesicht. Je nach Gelegenheit ist jeder 10te-50ste Zauberer weiblich.

Wie kommt’s?

Gesellschaftliche Norm

Genauso wie es den Pfarrer, die Ballerina, den Handwerker und die Krankenschwester gibt. Es ist einfach nicht die Norm. Oft muss sogar ein neuer Name erfunden werden um dem anderem Geschlecht überhaupt den Zugang zu einem Beruf zu schaffen, z.B. Krankenpfleger oder Erster Tänzer. Unterbewusst steuert diese Norm das Verhalten der Menschen, so dass es oft zur selbsterfüllenden Prophezeiung kommen kann.

Einstiegshürde und sofortiger Nutzen

Männer können Zauberei dazu benutzen um kleine Mädchen zu verführen oder ganz allgemein Leute zu beeindrucken. Selbst mit einem kleinen Trick wird am Anfang relativ viel Wirkung erzielt. Das Verhältnis Nutzen zu Aufwand ist am Anfang recht hoch. Frauen hingegen sind häufiger um Harmonie bemüht, also setzen sie Zauberei eher ein um eine positive Stimmung zu erzeugen. Dazu reicht aber kein Trick à la „Schau mal was ich tolles kann – und du nicht.“ Um mit Zauberei für ein gutes Klima zu sorgen, braucht es mehr als nur einen Trick um gut da zu stehen.

Beschreibungen und käufliche Tricks sind häufig für Männer optimiert. Es wird selbstverständlich davon ausgegangen, dass jede Hose vier Taschen besitzt. Zwei vorne und zwei hinten. Jede Frau weiß, dass sie froh sein kann, wenn sie wenigsten vorne zwei Taschen hat und vielleicht noch eine hinten. Bei Röcken und Kleidern wird’s richtig kritisch. Etwas in die Tasche wandern lassen, funktioniert nicht, ist ja keine Tasche da. Die Zauberlady muss häufig einfach schon mehr Energie in bereits „fertige“ Tricks stecken. Langfristig ist das sicher von Vorteil, für den Einstieg aber wenig förderlich.

Motorischer Spieltrieb

Der ist bei v.a. bei Jungs sehr ausgeprägt. Beim Basketball oder Fußball gibt es häufig einige Jungs, die ein paar nette Tricks mit Bällen können. Manche stecken ihre Energie lieber in Karten (z.B. XCM= Extreme Card Manipulation), was beim Zaubern natürlich auch nicht schadet. 😉

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