Frauen und Tiere in der Zauberkunst

Genau so sollte das Thema des Monats eines Forums heißen. Nach einen Hinweis, dass der Titel diskriminierend sei, wurde er umgeändert in „Assistent/innen und Tiere in der Zauberkunst“. Nicht wirklich besser, da Frauen und Tiere immer noch nicht als Lebewesen sondern Dinge/Requisiten gesehen werden. Nach diesem Kommentar von mir wurde das Thema ins Jenseits befördert. Zu Recht.

Grundsätzlich kann man ja gerne darüber diskutieren, aber das war wohl einfach nur *sehr* unglücklich formuliert. Bei den Zauberern gibt es aufgrund der geringen Frauenquote wohl noch keine etablierte politisch korrekte Ausdrucksweise für immer noch sehr veralteten Strukturen und Ansichten.

Das Problem liegt in der Gesellschaft. Frauen werden immer noch nicht komplett als arbeitende und wertschöpfende Person* wahrgenommen. Eher als Anhängsel für Schönes. Auf der Bühne, in der Familie, als Vortragende, als Hostess auf Messen.

Die Zauberei bildet da keine nennenswerte Ausnahme.

Bei Tieren ist es ähnlich. Im Vergleich wie Tiere im gesamtgessellschaftlichen Schnitt behandelt werden und dann im Zirkus oder in der Zauberkunst, schneiden die Letztgenannten deutlich besser ab. 4-5 Hühner auf einem Quadratmeter gemästet zum Eier legen und sterben. Das ist wiederum ein gesellschaftliches Problem und keines der Zauberkunst.

Eine sinnvollere Frage wäre eher: Soll und kann Kunst in ethischen und moralischen Fragen ein Vorbild sein? Inwiefern hat das Einfluss auf die Bevölkerung (Fernsehen vs. Liveauftritte)?

* Natürlich ist die Frau als lebendiger Arbeitsroboter ebenfalls nicht erstrebenswert. Jedoch sollte man hochwertige Ergebnisse nicht automatisch mit männlich assoziieren. Das tun viele immer noch – unterbewusst.

2 Gedanken zu “Frauen und Tiere in der Zauberkunst

  1. Seltsame Mischung, Frauen und Tiere in einen Beitrag zu vermischen. Sind wir männlichen Zauberer wirklich so schlimm? Das sind doch 2 Paar Schuhe.
    Frauen in der Zauberkunst, da gibt es doch super positive Beispiele. Hier sind Frauen sogar im Vorteil, die Kapital daraus schlagen und sich speziell positionieren.

    Bei den Tieren gebe ich Dir recht, im Vergleich zum Leid der Tiere durch unseren Fleischkonsum ist Tierzauberei wirklich kein Problem. Trotzdem denke ich hat Zauberkunst auch eine ethische Verantwortung. Da gehört das Zaubern mit Tiere nicht hin. Aber die Meinungen gehen da sicher auseinander. So wie auch die Einstellung der Zauberkünstler zu Tieren. Vom reinen Gebrauch und Ausnützen von fremden Tieren wie bei Dan Sperrt, bis hin zu Zauberkünstler, die verantwortungsvoll mit Ihren Tieren umgehen.

  2. (Bitte nicht als persönlichen Angriff verstehen. Ich möchte nur darlegen welche Sichtweisen häufig hinter solchen Aussagen stecken.)

    „Frauen in der Zauberkunst, da gibt es doch super positive Beispiele. Hier sind Frauen sogar im Vorteil, die Kapital daraus schlagen und sich speziell positionieren.“

    Um welchen Vorteil geht es hier genau? Den meisten werden wohl sofort zwei Argumente einfallen und natürlich generell das Aussehen.

    Das war aber genau, das was ich bemängelte. Bei Frauen wird nur das Äußere betrachtet. Können und Kompetenz sind völlig irrelevant und werden meistens mit männlich assoziiert (außer man sieht so aus wie Angela Merkel….).

    Und Kapital aus seinem Körper zu schlagen… wer macht denn das nochmal? Ich glaub das waren Models (Magersucht), Ballettänzerinnen (http://www.dailymail.co.uk/news/article-2296264/Anastasia-Volochkova-The-Bolshoi-just-giant-brothel-oligarchs.html und http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/kultur/2939159/scala-entliess-kritische-taenzerin.story), Hostessen und Escortdamen.
    Ohne anzüglichen Assoziationen fallen einem dann mehrheitlich nur noch Profifußballer oder andere männliche Sportler ein.

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