Serie: Jetzt kann ich ein paar Tricks und wie werde ich besser?

Ich muss zugegeben: Zaubertricks zu lernen ist meistens gar nicht so leicht – selbst wenn man eine Beschreibung mit Text und Bildern vor sich hat. Man muss den Text erst einmal verstehen. Und ja Zauberer können sich ganz schön kompliziert ausdrücken. Aber vielleicht ist das ja auch Methode, dass nicht jeder den Trick nachmachen kann, der ihn auch gekauft hat. Früher waren diese Fast- oder Scheinerklärungen der Standard. Heutzutage hilft schon die Papierform.

Hat man den Text nun verstanden, muss man das gelesene auf sich selbst adaptieren. Wo war nochmal mein linker Ringfinger? Wenn man das geschafft hat, darf man natürlich nicht alles sofort wieder vergessen. Vergisst man einen einzigen Schritt klappt der Trick schon nicht mehr. Kein Problem, der Lebenspartner verzeiht einem so etwas schon einmal – oder öfters. Spätestens nach dem zweiten Mal ist er aber nicht mehr ganz so erstaunt wie beim ersten Date. 😉
Also weg vom Spiegel und dem Zauberramsch und hin zu den ersten Opfern. Wenn der Trick dann immer noch funktioniert: Herzlichen Glückwunsch!

Das Problem ist aber meistens, dass Zauberei an sich schon sehr unterhaltend ist. Selbst wenn der Spannungsbogen nur aus: „Krieg ich den Trick raus?“ besteht. Das bedeutet, dass man als Zauberer ein grottenschlechter Unterhalter sein kann und trotzdem nicht von der Bühne gejagt wird. So ähnlich wie die Studenten, die nur in der Vorlesung sitzen und die Tafel abschreiben, weil der Dozent kein Vorlesungsskript herausgibt.

Da man Menschen nicht mit Absicht und schlechten Zauberprogrammen quälen sollte, stellt sich nun die Frage wie werde ich besser. In dieser Serie werde ich mich also mit dem Thema beschäftigen, wie man und vielleicht sogar ich ein besserer Zauberer werden kann.

5 Gedanken zu “Serie: Jetzt kann ich ein paar Tricks und wie werde ich besser?

  1. Wir wahr…….

    Das Problem ist aber meistens, dass Zauberei an sich schon sehr unterhaltend ist. Selbst wenn der Spannungsbogen nur aus: “Krieg ich den Trick raus?” besteht. Das bedeutet, dass man als Zauberer ein grottenschlechter Unterhalter sein kann und trotzdem nicht von der Bühne gejagt wird. So ähnlich wie die Studenten, die nur in der Vorlesung sitzen und die Tafel abschreiben, weil der Dozent kein Vorlesungsskript herausgibt.

  2. Die haupt-Grundlage dafür: man muss genau DAS auch wollen!
    Also, wo bekommt man die Begründung her, dass es notwendig ist? Wo oder wodurch wird der Motor dafür eingeschalten?
    Eigentlich könnte das in Vereinen sein. Sind die aber überaltet, dann war`s das schon!
    Also…..ab zu Kongressen und Seminaren, damit man ANDERE GUTE LEUTE sieht, die Maßstäbe bauen.
    Mit der Hoffnung, dass dadurch der Ehrgeiz geweckt werden kann gibts verschiedene Wege dazu, seine eigene Leitung zu beleuchten.

    Man kann den Kontakt zu guten aktiven Leuten suchen, um beim Prozess der Selbstreflexion geholfen zu bekommen. Um etwas verbessern oder ändern zu wollen muss man doch zuerst die Notwendigkeit dazu erkennen, oder?

    Ein weiterer Weg ist der (wahrscheinlich gebräuchlichste) Weg des „Kopierens und Personalisierens“.
    Also so viel wie möglich gutes „Material“ sichten und zur eigenen Vorführung bringen, um daraus mit der Routine immer mehr die eigene Person
    „rein zu entwickeln“.

    Während dieses Prozesses ist es unabdingbar, andere Künste, darstellende Künste, vertreten durch SOLOKÜNSTLER zu verfolgen.
    Der Prozess der Selbstinszenierung ohne penetrant zu werden ist der Schwerste.
    Dabei geht man den größten Schritt dahin, sich selbst in der Wirkung zu erkennen und kann ganz viel „übernommenes Kopie-Material“ abschleifen.

  3. Meine eigene Erfahrung mit dem Thema ist, dass zwischen „Erlernen“ und „Beherrschen“ doch ein großer Unterschied besteht. Gerade bei Kartentricks sieht man das als Zauberer – man kann sie zwar theoretisch vorführen und der Effekt mag toll sein – erinnert man sich aber auch an alle Details einer komplexen Routine in der Praxis? Und wenn man sich beim Vorführen nicht wirklich hinterfragt, sehen dann doch schnell alle Kartentricks ganz ähnlich aus und verlieren ihren Reiz. Zuerst sollte man sich beim Erlernen eines Kunststücks die genaue Abfolge des Kunststücks im Sinne der technischen Details aneignen. Zu leben beginnt das Zauberkunststück aber erst, wenn es unter die Leute gebracht wird. Und da ist es dann am Ende auch gar nicht mehr so relevant, wie kompliziert so ein Kunststück ist – was dann nur noch zählt ist wie es bei den Zuschauern ankommt und ob man es selbst schafft, den nötigen Abstand zur Technik zu gewinnen, damit man sich voll auf die Präsentation unter Live-Bedingungen einlassen kann.

  4. Vielen Dank für den interessanten Artikel. Einen Zaubertrick zu erlernen kann schon sehr schwierig sein. Nur das Können allein reicht nicht aus um bei einer Zauberershow zu beeindrucken. Man muss dem Publikum Unterhaltung bieten und dazu gehört etwas Show. Man muss den Trick wirklich beherrschen, damit es auch gekonnt aussieht.

  5. Ich danke Ihnen für diesen Beitrag. Eine Zauberershow ist immer etwas Besonderes. Für Kinder ist es immer ein schönes Erlebnis. Zum Beispiel auf einer Geburtstagsparty

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